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Die kleinen Emys
leben sehr versteckt und sind auch in Gefangenschaft im Gartenteich sehr scheu. Bei der
kleinsten Störung verlassen sie den Sonnenplatz sofort und lassen sich ins Wasser fallen.
Mit zunehmendem Alter verlieren sie diese Scheu nach und nach.
Zur Aufzucht der Jungtiere verwende ich grosse, sechseckige Pflanzkübel aus Eternit. Der
Durchmesser beträgt 110 cm, die Höhe 45 cm. Mit einer Schraube und einer Gummischeibe
wird das bestehende Loch in der Mitte des Bodens wasserdicht verschlossen. Am Rand
wird ein neues Loch für einen Gummistopfen gebohrt. Im Gummistopfen befindet sich ein
Loch für ein Überlaufrohr, welches die Wassertiefe auf 25 cm begrenzt. Das ist sehr
wichtig, weil sich sonst bei Regenwetter der Kübel füllt und die Kleinen so ausbrechen
könnten. Eine schräge Wand aus Beton trennt den Kübel in einen Wasser- und
Landteil. Die Wand wurde direkt im Kübel auf einem Erdhügel betoniert. Nach dem
Auskärten des Betons wurde die Erde entfernt und die Wand mit Kies hinterfüllt. Der
Landteil ist stark bepflanzt. Als Sonnenplätze dienen verschiedene Wurzeln. Auch die
Seerosenblätter werden als Sonnenplatz genutzt. Die Fadenalgen müssen regelmässig
herausgefischt werden. Die Schlüpflinge nutzen diese aber gerne, um knapp an der
Wasseroberfläche zu ruhen. Die kleinen Schildkrötchen sind nicht nur für uns eine
Attraktion. Katzen, Vögel etc. finden sie ebenso toll. Deshalb müssen sie unbedingt
durch ein Drahtgitter geschützt werden. Bei den Schlüpflingen muss der Rand des Kübels
oben überhängend sein. Ich habe sie schon mehrmals beobachtet, wie sie senkrecht am
Eternit hochgeklettert sind. Weiter muss darauf geachtet werden, dass die Tiere nicht
über die Pflanzen nach draussen gelangen. Die Schlüpflinge sind so leicht, dass sie
problemlos auf die Blätter von Wasserpflanzen klettern können, ohne dass die Pflanzen
heruntergedrückt werden. In den ersten Jahren verwende ich für jeden Jahrgang einen
eigenen Kübel. Die 2-jährigen würden den 1-jährigen die Schwänze abbeissen. |